Dem Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) kommt bei der Abschlussprüfung eine zweifache Bedeutung zu:

 

  1. Einmal handelt es sich dabei um einen formalen Aspekt: Das Berichtsheft ist eine der Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung (§ 39 (1) Nr.2 BBiG).

 

  1. Eine zweite Bedeutung kommt dem Berichtsheft in seinem inhaltlichen Aspekt zu. Das Berichtsheft vermittelt dem Prüfungsausschuss einen Überblick über die Ausbildungsschwerpunkte und über den Ablauf der Ausbildung im Einzelnen. Hierdurch wird es dem Prüfungsausschuss ermöglicht, die Prüfung vor dem Hintergrund der Ausbildungsverordnung individueller zu gestalten, d.h. gezielter auf den einzelnen Prüfungsteilnehmer einzugehen. Auf der anderen Seite können aber durch das Berichtsheft auch Ausbildungsmängel erkennbar werden. So kann der Prüfungsausschuss anhand von korrekt geführten Ausbildungsnachweisen auch feststellen, ob Schwächen des Prüfungsteilnehmers auf Lücken in der Ausbildung oder auf einseitigen Schwerpunktsetzungen beruhen.

 

Trotz dieser wichtigen Funktion darf das Berichtsheft vom Prüfungsausschuss nicht zur Bewertung von Prüfungsleistungen oder zur Feststellung des Gesamtergebnisses herangezogen werden.

 

Informationen über das Führen von Berichtsheften können auf der Internetseite der Handelskammer Bremen unter www.handelskammer-bremen.ihk24.de nachgelesen werden. Hier kann auch der Vordruck  eines Ausbildungsnachweises runtergeladen werden.